09 Januar 2026 | Stellungnahme

Yekmal e.V. zur aktuellen Situation in Aleppo

Mit großer Sorge verfolgen wir die aktuelle Situation in Nord- und Ostsyrien, insbesondere die Angriffe bewaffneter jihadistischer Gruppen auf die kurdischen Stadtviertel Scheich Maksud und Aschrafiyya in Aleppo. Zivilist*innen, darunter viele Kinder und Familien, sind erneut von Gewalt, Vertreibung und Unsicherheit betroffen.

Berichten zufolge werden beide Viertel von Soldaten der islamistischen Übergangsregierung unter Ahmed al-Scharaa sowie von weiteren islamistischen Milizen belagert, die von der Türkei ausgerüstet und finanziert werden. Teilweise werden schwere Waffen wie Haubitzen eingesetzt. Ziel dieser Angriffe ist es offenbar, die kurdische Bevölkerung aus der Stadt zu vertreiben und die demografische Struktur der Region zu verändern. Die Angriffe verschärfen die humanitäre Lage erheblich und gefährden das ohnehin fragile Zusammenleben der Bevölkerungsgruppen in der Region.

Als Yekmal e.V. verurteilen wir jede Form von Gewalt gegen Zivilist*innen. Wir fordern den Schutz der kurdischen Bevölkerung sowie aller Minderheiten in Syrien und ein sofortiges Ende der Angriffe auf zivile Gebiete.

Wir appellieren an die internationale Gemeinschaft sowie an politische Entscheidungsträger*innen in Deutschland und Europa,

  • sich klar für den Schutz der Zivilbevölkerung einzusetzen,
  • völkerrechtswidrige Angriffe gegen die kurdische Bevölkerung zu verurteilen,
  • und Verantwortung für Frieden, Menschenrechte und Stabilität in der Region zu übernehmen.

Unsere Solidarität gilt den betroffenen Familien und insbesondere den Kindern, die erneut zu den Leidtragenden politischer und militärischer Konflikte gehören.

Verein der Eltern aus Kurdistan in Deutschland e.V. (Yekmal)

09. Januar 2026

 

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