14 Januar 2026 | Stellungnahme

Yekmal e.V. zur Lage im Iran und in Rojhilat (Ostkurdistan)

Seit Ende Dezember 2025 kommt es im Iran zu landesweiten Protesten gegen wirtschaftliche Not, politische Repression und autoritäre Strukturen. Besonders hart geht der Staat dabei in den kurdischen Regionen Rojhilats (Ostkurdistan) vor.

Ausgelöst durch Inflation, steigende Lebenshaltungskosten und die Währungskrise haben sich die Proteste rasch zu einer breiten gesellschaftlichen Bewegung entwickelt. In Rojhilat reagieren die Sicherheitskräfte mit übermäßiger Gewalt, der Militarisierung ganzer Städte und massenhaften Festnahmen. Kurd*innen sind seit Jahrzehnten systematischer Diskriminierung sowie der Unterdrückung ihrer politischen, kulturellen und sprachlichen Rechte ausgesetzt und gehören auch aktuell zu den am stärksten betroffenen Gruppen.

Laut Menschenrechtsorganisationen wurden bereits Hunderte Menschen getötet und Zehntausende festgenommen. Gleichzeitig versucht die iranische Regierung, durch nahezu landesweite Internetsperren und Zensur, unabhängige Berichterstattung zu unterbinden.

Yekmal e.V. verurteilt die Gewalt gegen unbewaffneten Zivilisten*innen aufs Schärfste und fordert die sofortige Beendigung der Repression, die Freilassung aller politischen Gefangenen sowie die Achtung der Menschenrechte und des Rechts auf friedlichen Protest.

Als Verein der Eltern aus Kurdistan in Deutschland e.V. erklären wir unsere Solidarität mit der Zivilgesellschaft im Iran und insbesondere mit den Kurd*innen in Rojhilat (Ostkurdistan). Wir appellieren an die internationale Gemeinschaft, politischen Druck auf die iranische Regierung auszuüben.

Verein der Eltern aus Kurdistan in Deutschland e.V. (Yekmal)
14. Januar 2026

 

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