27 Januar 2026 | Stellungnahme

Internationaler Holocaust-Gedenktag

27. Januar ist der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.
Wir als Verein der Eltern aus Kurdistan in Deutschland e. V. (Yekmal) gedenken der Millionen jüdischen Männer, Frauen und Kinder sowie aller weiteren Menschen, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Der Holocaust war ein beispielloses Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen eingeführt. Er erinnert an den Holocaust sowie an den 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945. Mindestens 1,1 Millionen Menschen, überwiegend jüdischer Herkunft, wurden zwischen 1940 und 1945 in Auschwitz ermordet. Insgesamt fielen dem Holocaust etwa sechs Millionen Jüdinnen und Juden zum Opfer.

Dieses Gedenken ist mehr als die Erinnerung an die Vergangenheit. Es ist eine Mahnung und eine Verpflichtung für die Gegenwart. Denn Ausgrenzung und Gewalt gegen Minderheiten gehören leider nicht der Geschichte an.

Auch heute erleben Menschen Verfolgung, Vertreibung und existenzielle Bedrohung – darunter die kurdische Bevölkerung in Syrien. Nach jahrelangem Kampf gegen das Assad-Regime und den sogenannten „Islamischen Staat“ haben Kurdinnen und Kurden einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung des Terrorismus geleistet und damit auch die internationale Gemeinschaft geschützt. Dennoch sind sie weiterhin massiven Angriffen, politischer Entrechtung und Gewalt ausgesetzt.

Die aktuelle Übergangsregierung sowie bewaffnete Milizen und dschihadistische Gruppen gehen erneut gegen kurdische Gebiete vor. Auch andere Minderheiten wie Drus:innen, Alawit:innen, Êzîd:innen und Christ:innen sind von Repression, Diskriminierung und Gewalt betroffen. Diese Entwicklungen erfüllen uns mit großer Sorge.

Diese Realität erinnert uns daran, wie wichtig es ist, früh hinzusehen, nicht zu schweigen und Menschenrechte überall zu verteidigen.

Der Holocaust ist einzigartig und darf niemals relativiert werden. Doch aus seinem Gedenken erwächst unsere Verantwortung, jeder Form von Antisemitismus, Rassismus, antikurdischem Rassismus, Anti-jesidischer Rassismus sowie ethnischer und religiöser Verfolgung entschieden entgegenzutreten – damals wie heute.

27. Januar 2026

 

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